HDR004 – Was sich hinterm Zaun verbirgt

Einen Blick hinter den Zaun werfen ist jetzt in Mode. Betti und Nils tun das auch – und werden dabei überwacht.

Wir befinden uns auf einem Gelände in Gießen, das bis vor kurzem noch dem Amerikanischen Militär gehörte.

Nicht wundern, wir haben uns zu Beginn gleich mal in der Folgennummer geirrt.Kopie_DSC9946

Diesmal aus Gründen ohne Musik.

Links zur Sendung

00:55:56 Das Motorpoolgelände vor ein paar Jahren (die Vegetation war zwischenzeitlich sehr fleißig)

00:20:25 Das Grundgesetz: Briefgeheimnis, Versammlungsrecht und Meinungsfreiheit

00:23:01 Wir sind glasfaserverkabelt

00:29:48 Der Schutz der Privatspäre ist ein Menschenrecht

00:33:35 …und hier ist er, der Blogpost

00:35:55 IDEA und Big Data

00:40:30 Innenminister Friedrich zum Thema Sicherheit

00:46:20 Der Chaos Computer Club e.V.

00:50:40 Hier z.B. findet Ihr CryptoParties in Eurer Nähe

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5 Gedanken zu “HDR004 – Was sich hinterm Zaun verbirgt

  1. Hallo!

    Ich bin über die”Wir Hören Stimmen”-Folge 18 auf euren Podcast gekommen. Eure Gespräche und Gedanken sind sehr hörbar und interessant! Insb. diese Folge, 1k Dank dafür :-)

    Was mich zu Nils’ Erklärung noch interessiert, dass das Verhalten der “Ich hab’ doch nix zu verbergen”-Fraktion benutzt wird, um in Überwachungssystem “normal” zu definieren: Ist es eine logische Schlussfolgerung, diesen Leuten mindestens Mitläufertum jetzt schon vorzuwerden? Sogar Mittäterschaft, sobald Überwachungssysteme für Menschenrechtsverletzungen gebraucht werden?

    • Hallo kalei,

      Vielen Dank für deinen Kommentar. Wir haben die WHS018 auch vor kurzem entdeckt und uns sehr gefreut. Mehr dazu in der HDR006 ;)

      Nun zu deiner Frage: Die ist alles andere als leicht zu beantworten…

      Ich gehe ja von dem Standpunkt aus, dass jeder Mensch etwas verbergen darf. Auch diejenigen die denken nichts zu verbergen zu haben. Sonst funktioniert unsere Demokratie nicht. Und so sehen es ja auch diejenigen, die 1949 das Grundgesetz verabschiedet haben.

      Die “Ich hab’ doch nix zu verbergen”-Fraktion macht mich zumindest mal mächtig sauer. Aber vor der Frage, ob ich ihnen etwas vorwerfen kann, steht die Frage, warum sie diese Haltung haben. Vielleicht aus Unwissenheit. Unwissenheit darüber wie Demokratie funktioniert, und was man tun muss um diese kaputt zu machen. Zugegeben: Ich war auch ein schlechter Schüler im Geschichts-Unterricht. Vielleicht auch mangelnde Vorstellungskraft darüber, wie eine Gesellschaft sich verändert, wenn sie überwacht wird oder welche Szenarien eintreten könnten, in denen unschuldige Menschen in Probleme geraten, die sie nicht verdient haben (bsp: Andrej Holm).

      Ich nehme es denen übel, die das Ausmaß erkennen aber dennoch die Politiker wählen, die offensichtlich nicht gut für Demokratie sind. Aber was nützt es sich darüber Gedanken zu machen? Es ändert nichts. Wir müssen Wege finden, es gar nicht erst zu der Frage kommen zu lassen, wem man etwas vorzuwerfen hat.

      btw: Nach der mich etwas demoralisierenden Bundestagswahl habe ich ein paar Ideen dazu hier aufgeschrieben:
      http://der-zyklop.de/pxwrk/btw13/

  2. Leider habe ich die Quelle nicht mehr gefunden, in der ich folgenden Gedanken las; aber er hat mir die Augen geöffnet:

    Zu sagen, dass man nichts zu verbergen habe und meine Kommunikation deshalb ruhig überwacht werden könne, ist in etwa so wie zu sagen, dass es okay sei, dass bei einem zu Hause eingebrochen wird und die Bücher gestohlen werden, die man sowieso nicht mehr lesen wollte. Falsch! Diebstahl ist Diebstahl und gehört verboten, das gilt für unwichtige Bücher genauso wie für das Ausspähen von vermeintlich harmloser (digitaler) Kommunikation.

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